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Betriebseröffnung

AKN Eisenbahn AG: Seit 125 Jahren auf der Schiene

Am 8. September 1884 fuhr der erste Personenzug von Altona nach Kaltenkirchen. Der Betrieb für den Güterverkehr wurde am 24. November desselben Jahres eröffnet. Bereits im Sommer 1883 wurde das Unternehmen als Altona-Kaltenkirchener Eisenbahn-Gesellschaft in das Handelsregister eingetragen.

Kaum aus der Taufe gehoben, lieferte die Bahngesellschaft erste Schlagzeilen: Unter dem Datum vom 8. September 1884 meldete die Zeitung „Hamburgischer Correspondent“ in großer Aufmachung: „Die Eröffnung der Altona-Kaltenkirchener Eisenbahn fand heute Vormittag statt!“ 59 Jahre nach Inbetriebnahme des ersten dampfgetriebenen Personenzuges auf der englischen Route zwischen Stockton und Darlington hatte der „fauchende, läutende und dampfschnaubende Fortschritt auf stählernen Schienen“ nun auch die Dörfer und Städte entlang der 35 Kilometer langen Strecke Altona – Kaltenkirchen erreicht. Vom Hamburg nahen Altona bis hinauf ins Mittelholsteinische nahm damit die Entwicklung der Eisenbahn vor den Toren der norddeutschen Metropole ihren Lauf, die man heute als Erfolgsgeschichte bezeichnen kann. 

Der „Hamburgische Correspondent“ hatte gründlich recherchiert: „Um 7 Uhr 17 Minuten wurde der erste Zug, bestehend aus einer Lokomotive, einem Postwagen und drei Personenwagen, abgelassen.“ Man ließ es ruhig angehen mit der neuen Bahn, damals hatte man noch keine Eile. So ruckelte und zuckelte die güter- und personenbefördernde Dampfeisenbahn mit 15, maximal 20 Stundenkilometern noch recht gemütlich durch die Lande. Vom Startbahnhof Altona bis zur damaligen Endstation Kaltenkirchen war man länger als zwei Stunden unterwegs. Noch spielten Fahrzeiten für die Reisenden keine besondere Rolle und niemand nahm daran Anstoß, dass die Bahn zehnmal auf der Strecke Zwischenstopps einlegte – sei es um auf-, ab- und umzuladen oder aus- und einzusteigen. Der Güterverkehr wurde am 24. November 1884 aufgenommen. Schon 14 Jahre danach konnte der Betrieb bis Bad Bramstedt und am 1.8.1916 sogar bis Neumünster ausgedehnt werden. Seither sorgt das Unternehmen – im Jahre 1981 ergänzt durch die Betriebsübernahme der Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn und der Alsternordbahn – für Mobilität zwischen Hamburg und dem südlichen Schleswig-Holstein.

Doch die beschaulichen Jahre der guten, alten Zeit sind auch bei der AKN lange vorbei. Der harte Wettbewerb gegen das Auto nach dem Zweiten Weltkrieg war eine heilsame Lehrzeit für das Unternehmen. Heute ist die AKN ein modernes Eisenbahnunternehmen mit einer starken Stellung im Wettbewerb um Kunden und Transportleistungen in der weiter wachsenden Metropolregion Hamburg. Das Geheimnis des anhaltenden Erfolges liegt in der konsequenten Kundenorientierung: Der Fahrgast und seine Wünsche nach Qualität und Komfort im Nahverkehr stehen im Fokus – mit besonders hohen Anforderungen in Sachen Pünktlichkeit, Sauberkeit und Information wird der Kunde im Nahverkehr hier umworben. 

Zur Steigerung der Attraktivität ihrer Angebote hat die AKN 1996 das umfassendste Investitions- und Modernisierungsprogramm ihrer Firmengeschichte begonnen: das 

Redesign der Fahrzeuge und den zweigleisigen Ausbau der Stammstrecke Hamburg-Eidelstedt ― Kaltenkirchen. Entlang dieser Strecke liegt ein Gebiet, das zu den stärksten Wachstumsregionen in Norddeutschland gehört. Weitere Verbesserungen des Betriebes sind nur möglich, wenn die Strecke zweigleisig ausgebaut wird. Der Streckenausbau verläuft in drei Abschnitten zwischen Ulzburg Süd und Kaltenkirchen Süd, zwischen Hamburg-Eidelstedt und der Halstenbeker Straße in Hamburg-Schnelsen und zwischen der Halstenbeker Straße und Quickborn. 

Die 1996 in Deutschland eingeführte Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs  hat auch der AKN zusätzliche neue Chancen  im Wettbewerb eröffnet und sie zur Qualitätssteigerung im Schienenpersonennahverkehr im nördlichsten Bundesland angestachelt. Bei internationalen Streckenausschreibungen konnte sich die AKN neue Wachstumsfelder erschließen. So setzte sich das Eisenbahnunternehmen bei der Ausschreibung der DB-Strecken Neumünster ― Heide ― Büsum und Neumünster ― Bad Segeberg ― Bad Oldesloe gegen die Wettbewerber durch und betreibt dort seither einen attraktiven Schienenpersonennahverkehr mit überdurchschnittlich steigenden Fahrgastzahlen. Das sind gute Aussichten für ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte der AKN Eisenbahn AG – nächste Station: Zukunft!

 

AKN Eisenbahn AG
04.09.2009

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