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Ellerau: AKN beseitigt den Bahnübergang „Am Felde“

Am Montag, 28.02.2011, 7.30 Uhr beginnen Arbeiten – Übergang fortan gesperrt

 

(Kaltenkirchen / Ellerau, 24.02.2011) Die Gemeinde Ellerau und die AKN Eisenbahn AG haben sich darauf verständigt, den Bahnübergang „Am Felde“ zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu beseitigen. Bei dem Übergang handelt es sich um einen Fuß- und Radweg zwischen den Bahnhöfen Tanneneck und Ellerau, der mit Andreas­kreuzen gekennzeichnet und durch die so genannte Übersicht gesichert ist. Zusätzlich zwingt eine Umlaufsperre Benutzer des Überweges, ihr Augenmerk auf die Bahnstrecke zu richten, um den Zugverkehr aufmerksam zu beobachten.

 

Drei tödliche Unfälle hat es bereits an diesem Übergang gegeben. Der letzte ereignete sich im Oktober 1999, bei dem ein Schüler in der Nähe des Überganges „Am Felde“ von einem Zug erfasst wurde. „Die Unfälle liegen zwar schon einige Zeit zurück, sie zeigen aber die Gefahr, die von diesem Überweg ausgeht“, sagte AKN-Vorstand Dr. Klaus Franke. „Darüber hinaus hat eine Verkehrszählung ergeben, dass der Überweg kaum genutzt werde“, so Franke weiter. Fußgänger und Radfahrer können problemlos auf die beiden technisch gesicherten Übergänge „Schulweg“ und „Buchenweg“ ausweichen. Sie sind nur 350 beziehungsweise 550 Meter vom Überweg „Am Felde“ entfernt.

 

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein hat dem Wunsch der AKN hinsichtlich einer Schließung in einem Plan­feststellungsverfahren entsprochen, da die hohen Investitionskosten für eine technische Sicherung nicht zu rechtfertigen seien. Die Gemeinde Ellerau hat gegen die Schließung des Bahnüberganges vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig geklagt, da dieser Übergang ihrer Meinung nach für Schul­kinder auf dem Weg zum Bus wichtig sei. Die Gemeinde verwies darauf, dass die Stadt Quickborn sich im Verlauf des Verfahrens auch für einen Erhalt ausgesprochen hätte, da der Weg eine wichtige Verbindung nach Quickborn-Heide darstelle. Inzwischen hat die Gemeinde Ellerau die Klage beim Oberverwaltungsgericht Schleswig zurückgezogen.

 

Den Bahnübergang „Am Felde“ befährt die AKN mit ihren Triebwagen in einer dichten Taktfrequenz mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometern. Züge haben wegen ihrer großen Masse und der hohen Geschwindigkeiten einen sehr viel längeren Bremsweg als ein Pkw. Für eine Schnellbremsung benötigt ein Zug mehrere hundert Meter bis zum Anhalten.

 

Da eine technische Sicherung für den Bahnübergang „Am Felde“ nicht finanzierbar ist, muss der Bahnübergang geschlossen werden. Mit den erforderlichen Bauarbeiten wird am Montag, 28. Februar, um 7.30 Uhr begonnen; der Übergang ist fortan gesperrt.

 

AKN Eisenbahn AG
24.02.2011