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Erfolgreiche Schlichtung zwischen AKN und GDL
(Kaltenkirchen/Berlin, 21. November 2011) Gestern Abend konnten die etwa zehnwöchigen Verhandlungen zur Schlichtung des Tarifstreits zwischen der AKN Eisenbahn AG und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) erfolgreich beendet werden.
Für die Beschäftigten bei der AKN galten bislang firmenbezogene Verbandstarifverträge, die mit den beiden im Unternehmen vertretenen Gewerkschaften GDL und EVG vereinbart waren. Seit Februar hatte die GDL die AKN und eine Reihe von anderen privaten Eisenbahnen mit zunehmender Intensität bestreikt. Die in der GDL organisierten Triebfahrzeugführer strebten mit ihrem Arbeitskampf eine weitgehende Übertragung der Arbeitsbedingungen der Lokomotivführer bei der Deutschen Bahn AG auch auf das Fahrpersonal bei den Nichtbundeseigenen Eisenbahnen an. Leidtragende der Arbeitsniederlegungen waren die Fahrgäste der AKN, denen nicht die gewohnten Fahrpläne angeboten werden konnten und die Zugausfälle und Verspätungen hinnehmen mussten.
Seit Ende August 2011 wurden Schlichtungsverhandlungen zwischen der AKN, ihrem Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen (AGVDE) und der GDL geführt. Professor
Dr. Georg Milbradt, der ehemalige Ministerpräsident des Bundeslandes Sachsen, hatte sich dazu freundlicherweise als Schlichter bereitgestellt. In sehr schwierigen und langwierigen Diskussionen konnte er eine Annäherung und schließlich eine Einigung der beiden Seiten erreichen.
Unter der Leitung von Professor Dr. Milbradt wurde folgende Übereinstimmung erzielt:
- Durch strukturelle Veränderungen und vor allem Umschichtungen aus dem bisherigen Manteltarifvertrag in den Vergütungstarifvertrag werden die Monatstabellenentgelte für die Fahrdienstmitarbeiter deutlich erhöht.
- Zum 01.01.2012 wird eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 3 % wirksam.
- Zum 01.01.2013 werden die Tabellenentgelte um weitere 3 % erhöht.
- Verschiedene Regelungen des von der GDL angestrebten Bundes-Rahmentarif-vertrages für Lokomotivführer werden mit Modifikationen als Ersatz für bisherige Regelungen in den Manteltarifvertrag der AKN übernommen.
Mit der gestrigen Unterzeichnung der Tarifverträge durch die beiden Tarifvertragsparteien, den Arbeitgeberverband Deutscher Eisenbahnen und die GDL, konnte der monatelange Tarifstreit, von dem die Fahrgäste der AKN leider besonders hart betroffen wurden, endlich beigelegt werden. Bis Ende 2013 herrscht jetzt Friedenspflicht.
Die AKN dankt Professor Dr. Milbradt für sein Engagement in diesem Prozess.




