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„Hin und Weg“ – eine künstlerische Aktion in Kooperation mit dem Schauspielhaus Hamburg

Die AKN kooperiert mit dem Schauspielhaus Hamburg für ein Performanceprojekt. Der Arbeitstitel dieser künstlerischen Aktion lautet „Hin und Weg“. Vier Schulen, die an den Strecken der AKN liegen, nehmen an diesem Projekt teil. Professionelle Regie- und Performance­künstler werden mit den Schülern bei sogenannten Probefahrten das AKN-Feeling testen und dabei Stück- und Spielideen entwickeln.

 

Vielleicht sehen wir feine, behutsame Versuche oder auch laute, provozierende. Möglicher­weise nehmen sich die Gruppen aktuellen Themen an, setzen einen klassischen Stoff ein oder kommen ganz ohne Sprache mit körperlichen Zeichen daher; der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

Denken Sie sich eine der üblichen AKN-Fahrten. Ein Bahnhof, wir steigen in den AKN-Zug in Richtung Hamburg ein, nützlicher, nüchterner Reiseort, von uns zur Eile angetrieben. Fahrpläne bestimmen die Abfahrts- und Ankunftszeiten in den Orten, Züge rattern, Menschen auf kurzer Reise, leere Blicke hinter Zeitungen, verschanzte Gesichter, Kaffee­becher und iPods, ein Handy klingelt.

 

Wer denkt über diese Orte nach? Der Reisende selbst sicher nicht. Aber was geschieht, wenn der Raum eine neue Bedeutung erfährt? Plötzlich geschehen unvorhergesehene Störungen der alltäglichen Routine, die bei den Mitfahrenden Irritation, Schmunzeln oder Betroffenheit  auslösen.

 

Eine Gruppe von Jugendlichen belebt den Triebwagen mit ihren Geschichten über Kommunika­tion, das Hin- und Wegsehen, das Hin- und Weggehen, das Hin- und Wegsein im öffentlichen Verkehrsraum. Was passiert, wenn Regeln durchbrochen werden, Dinge geschehen, für die die Bahn nicht vorgesehen ist, die nicht üblich sind? Der Jugendliche definiert mit Theater und Performance den Raum entgegen seiner ursprünglichen Bedeutung. Es entwickelt sich eine neue Raumdimension, eine Raumreise, eine Raum­fertigkeit. Er lädt uns mit dieser Kunstform ein, nicht mehr vereinzelt zu sein, sich als teilhabende Masse an dem Geschehen wahrzunehmen.

 

Bilder entstehen, die den Zuschauer emotional berühren und ihm seine eigene Assoziations­freiheit lassen. Die Performance wirkt am besten, wenn sie uns überrascht. Anders als eine gelenkte Bahn führt sie uns oft in ein undefiniertes Niemandsland ohne Werte und freier Assoziation. Und kaum haben wir sie wahrgenommen, ist der Spuk schon wieder vorbei. Der Ort jedoch hatte sich durch das Spiel für Momente in einen anderen verwandelt und wird uns so für eine Weile in Erinnerung bleiben.

 

Die Proben beginnen im Herbst dieses Jahres, Aufführungen in den AKN-Zügen sind von März bis Mai 2011 vor­gesehen.

 

AKN Eisenbahn AG

17.06.2010

 

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Jörg Minga

Pressesprecher

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