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Erfolgreiche Inbetriebnahme der AKN-LINT

Kaltenkirchen, 17. Dezember 2015. Seit Oktober dieses Jahres waren bis zu acht der neuen LINT bereits in einem Vorlaufbetrieb unterwegs. Mit dem Fahrplanwechsel am vergangenen Sonntag, 13. Dezember setzte die Kaltenkirchener AKN Eisenbahn AG auf einen Schlag auch die restlichen Fahrzeuge ein: 13 Fahrzeuge des Typs LINT plus ein Reservefahrzeug sind im Regelbetrieb auf der Linie A1 zwischen Neumünster und Eidelstedt unterwegs – im Mischbetrieb mit Fahrzeugen des Typs VTA. Gegen Ende der ersten Betriebswoche zieht das Unternehmen ein erstes, positives Fazit.

„Eine Inbetriebnahme neuer Fahrzeuge ist immer eine Herausforderung“, so AKN-Vorstand Wolfgang Seyb. Der Betrieb sei jedoch insgesamt stabil und die Pünktlichkeit auf einem guten, konstanten Niveau von 93 bis knapp 94 Prozent. „Wir sind insgesamt zufrieden mit der Inbetriebnahme; teilweise ist es jedoch zu Verspätungen gekommen“, so Seyb weiter. Ursache für die Verspätungen sei mangelnde Routine in den betrieblichen Abläufen, was der erhöhten Anzahl der eingesetzten LINT zuzuschreiben sei – von bis zu acht im Oktober wurde zum Fahrplanwechsel auf 13 im Regelbetrieb erhöht. In Anbetracht der landesweit geltenden Regelung, die besagt, dass Fahrten ab sechs Minuten als verspätet gelten, sei dies trotzdem ein sehr gutes Ergebnis – allerdings mit einem kleinen Wermutstropfen. „In Eidelstedt beträgt die Übergangszeit zur S3 zwei Minuten und daher bedeutet bereits eine verspätete Ankunft um ein, zwei Minuten für unsere Fahrgäste, dass sie diese S-Bahn nach Hamburg Altona nicht erreichen.“ Die AKN gehe jedoch davon aus, dass sich die Routine weiter festige, was zu einer besseren Pünktlichkeit führen werde. „Eidelstedt wird jedoch wie bisher ein neuralgischer Punkt mit einer engen Taktung und hohen Zugfolge bleiben und damit eine Herausforderung für unseren Betrieb und die Pünktlichkeit“, erläutert Wolfgang Seyb.

Die Fahrgäste konnten sich bereits seit Oktober während einzelner Fahrten mit den LINT vertraut machen und die Rückmeldungen seien überwiegend positiv, so Seyb weiter. Bereits im Herbst habe die AKN ihre Fahrgäste darüber informiert, was sich durch das neue Fahrzeug ändert. Neu sei beispielsweise, dass die AKN mit den LINT auf der Linie A1 endlich einen barrierefreien Einstieg bieten könne: „Zusammen mit dem bereits barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen wohl eine der wichtigsten Änderungen für Menschen mit Handicap“, erläutert Seyb. Der A1-Fahrplan weise die entsprechende Kennzeichnung auf, welche Zugfahrt mit einem barrierefreien LINT durchgeführt werde. Weitere Neuerungen seien die großzügigen Mehrzweckbereiche, die Klimaanlage und die Monitore mit Fahrgastinformationen. Veränderungen beim Ein- und Ausstieg brächten zudem die fahrzeugbedingten Türschließzeiten und Türanordnungen mit sich, was auch zu Fragen seitens der Fahrgäste führe. „Wir nehmen jede Kritik ernst, sind uns jedoch im Klaren darüber, nicht jeden Fahrgastwunsch erfüllen oder jedes Bedürfnis befriedigen zu können. Dies gilt insbesondere für fahrzeugmodellbedingte Standards wie die Türanzahl und -anordnung“, führt der AKN-Vorstand aus.

Die LINT-Fahrzeuge lösten zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember die Altfahrzeuge des Typs VTE ab. Mit dem Fahrplanwechsel fahren auf der Linie A1 LINT und Fahrzeuge des Typs VTA in einem Mischbetrieb. Auf den Linien A2 und A3 fahren ausschließlich VTA.

Über die AKN Eisenbahn AG

Mit den Zügen der AKN Eisenbahn AG fahren auf den Linien Neumünster – Hamburg Hbf (A1), Ulzburg Süd – Norderstedt Mitte (A2) und Elmshorn – Ulzburg Süd (A3) jährlich rund 10,6 Millionen Fahrgäste (2014) von und zur Metropolregion Hamburg. Die AKN fährt auf eigener Schieneninfrastruktur und ist daher sowohl Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) als auch Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU). Als solches betreibt die AKN weitere Infrastruktur, u.a. hält sie die Eisenbahnstrecke Kiel-Gaarden bis Oppendorf instand. Gesellschafter der AKN sind die Stadt Hamburg und das Land Schleswig-Holstein. Vorstand ist Dipl.-Kfm. Dipl.-Geogr. Wolfgang Seyb. Dem Aufsichtsrat sitzt Regierungsvolkswirtschaftsdirektorin Dr. Christiane Sorgenfrei vor. Firmensitz ist Kaltenkirchen.

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